Stellvertretend für unzählige spanische Schicksale ist hier (mit freundlicher Genehmigung der Autorin und "Adoptiv-Mama") MONTESA´s Geschichte - und damit verbunden - der Alltag spanischer Tierschützer nachzulesen.

Die Geschichte einer "schwarzen Galga" ...

Eine, von unsagbar vielen Windhunden die in Spanien keine Lobby mehr haben, wenn sie ihren "Herren" nicht die gewünschte Leistung erbringen.
Diese sanftmütigen Geschöpfe erdulden unerträgliches Leid von ihren Peinigern.
Halb verhungert, seelisch völlig am Ende werden diese Hunde oft in dunklen Verschlägen tagelang ohne Versorgung ihrem Schicksal überlassen, um sich dann - bei der saisonbedingten traditionellen Hasenjagd - zu beweisen!
Geschwächt, ausgelaugt und verletzt können sie keinen Erfolg haben und somit ist ihr Schicksal schon besiegelt!

Sie werden "entsorgt"!
An Bäumen aufgehängt, ertränkt, erschossen oder zu Tode gesteinigt versterben heute noch viele dieser hilflosen Tiere!
Doch es gibt, Gott sei Dank, auch noch Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, den Ärmsten der Armen zu helfen. Den (Wind)-Hunden!

Carlos, Conchi und zwei weiteren ALBA-Mitarbeitern hat "die schwarze Galga" ihr Leben zu verdanken!
Und diese sind auch die ersten Menschen in ihrem bisher leidvollen Leben, die es wirklich gut mit ihr meinen!
Tage lang versuchten sie (über einen Zeitraum von 8 Monaten) das ängstliche Tier einzufangen, doch leider ohne Erfolg!

An einer Tankstelle, außerhalb von Madrid an der Autobahn nach Bugos und San Sebastian (dort schlich sie ganz alleine und total verängstigt durch die Gegend) auf der Suche nach Futter war die Hündin regelmässig anzutreffen.

Sie fuhren täglich dort hinaus um ihr Futter und Wasser zu bringen.
Eine Lebendfalle wurde dort aufgestellt und trotz ihres großen Hungers, ging sie nicht in die Falle hinein.
Zu gross war ihre Angst vor Menschen und den starken Straßenhunden die um jedes Futter kämpfen mussten!

Carlos war am verzweifeln.
Es musste doch irgendwie möglich sein, das arme Tier zu retten!?!
So oft hatte er doch schon Erfolg!!?

An manchen Tagen kam "die schwarze Galga" nicht.
Das Futter blieb unberührt und Carlos machte sich große Sorgen!
Eines Nachts kam ihm DIE Idee!!!

Er stellte einen großen Eimer zur Futterstelle und gewöhnte die "schwarze Galga" daran, aus diesem Eimer zu fressen!
Carlos war überglücklich, als er sehen konnte, dass es funktionierte und sie daraus fraß.
Nach einigen Tagen legte er eine Schlinge um den Eimer mit einem sehr langen Strick daran und versteckte sich.
Nun begann die lange Zeit des Wartens.

Und dann näherte sie sich vorsichtig!

Sie hatte ein mulmiges Gefühl und schaute sich vorsichtig um.

Carlos gab ihr den Namen "MONTESA", weil man von dort aus das Madrider Gebirge sehen konnte - und "montes" bedeutet auf Spanisch, "Berge".
Und es hat Carlos wirklich "Berge" an Geduld gekostet, diese schwarze Galga einzufangen!

Diese Menschen haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen armen Windhunden eine neue Chance zu geben.
Eine Chance auf ein neues Leben jenseits von Gewalt, Angst und Leid!
Sie sind seit Jahren einige von denen, die helfen. Da wo die Not am größten ist und ohne solche starken Persönlichkeiten hätten die ausgesetzten, verlassenen und verletzten spanischen Windhunde keine Möglichkeit, ein anderes, besseres Leben zu beginnen. Denn der Tierschutzalltag in Spanien ist ebenfalls sehr leidvoll für DIE, die Hunde so sehr lieben...


Sie haben viele Freunde gefunden und diese leben nicht nur in Spanien!
Sie leben hier überall auf dieser Welt verstreut und versuchen tagtäglich das wieder gut zu machen, was Tierquäler den armen Geschöpfen antun!
Die "schwarze Galga" war endlich gerettet und wurde im städtischen Tierheim von der Tierschutzorganisation ALBA Madrid medizinisch versorgt und sicher untergebracht.
Dort warten so viele dieser armen Hunde und alle warten sie auf ein neues Leben.

Diese traurigen Augen"Blicke" schauen stellvertretend für so viele Einzelschicksale in diese neue und so fremd erscheinende Zukunft! Ohne all diese Menschen da Draußen, die über Grenzen hinweg in ferne Länder mit teilweise unterschiedlichsten Muttersprachen eines gemeinsam haben, die Liebe zu den Tieren mit der Bereitschaft zu helfen, wären wir die geborenen Opfer!

MONTESA begreift noch nicht, dass sie endlich in Sicherheit ist!
Sie traut den Menschen nicht, zu viel hatte sie schon erlebt und wenn sich ihr ein Mensch nähert knurrt und schnappt sie nach ihm, zu groß ist ihre Angst!
Im Internet ist sie zu sehen, auf der Suche nach einer Pflegestelle!
Aber würde ein Mensch sich finden, der so einen ängstlichen Hund aufnimmt?

Ja, es gibt solche Menschen und es werden täglich mehr!
Eine junge Tierschützerin aus Deutschland, sah das Foto von MONTESA im Internet und las ihre Geschichte.

Sie hatte schon einige Hunde bei sich zur "Pflege" und entschloss sich kurzer Hand zu helfen!
Und somit bekam die "schwarze Galga" endlich ein "Ticket in die Freiheit"!
Zusammen mit vielen anderen Artgenossen trat MONTESA in einem Transporter der Tierschutzorganisation ihre erst große Reise an. Und jedes dieser armen Geschöpfe wurde in Deutschland schon erwartet, von Familien die bereit waren etwas enger zusammenzurücken, um in ihrer Mitte einem Hund durch eine Pflegestelle zu helfen und dadurch ein neues Zu Hause zu finden.

Pflegemama Yvonne kümmerte sich aufopfernd um diese arme Nase und als sich tatsächlich "Interessenten" ankündigten, war die Freude unbeschreiblich groß!
Ein nettes Ehepaar besuchte Yvonne, um sich MONTESA anzuschauen, doch leider trauten sie es sich nicht zu, eine so ängstliche Hündin aufzunehmen und gaben das auch ehrlich zu!

Sich so etwas einzugestehen und ganz ehrlich darüber zu reden ist nicht schlimm, im Gegenteil, denn alle wollen ja nur das Beste für die armen Nasen und somit blieb MONTESA weiterhin behütet in ihrer Pflegestelle!
Yvonne war zwar sehr traurig, aber die RICHTIGEN für DIESEN Hund würden bestimmt noch kommen.

Yvonne fing an zu beten!

Die Gebete wurden erhört, denn die RICHTIGEN MENSCHEN kamen tatsächlich! :-)))

Fast ein Jahr ist es nun schon her, als die "schwarze Galga" ihre große Chance bekam auf ein Leben "Far From Fear"!

Die "vergessenen Hunde Spaniens" , finden Dank grenzenloser Liebe zu diesen Tieren, ein neues Zu Hause in denen sie so geliebt werden, wie sie es nach all ihrem Leid was sie stillschweigend erdulden mussten, doch so verdient haben.

Allen Tierschützern, Tierschutzorganisationen, Tierärzten- Pfleger-Helfer und Rettern gebührt der größte Dank und nur durch SIE, sind diese "Happy- Endings" überhaupt möglich!

MONTESA lebt heute mit der Malinois-Mischlingshündin "Maya" und einer kleinen Chihuahahündin "Albina" glücklich in einem Rudel und lässt ihre schlimme Vergangenheit immer weiter hinter sich.

Maya und Albina sind ebenfalls Hunde, die durch grenzenlose Tierliebe ein neues Zu Hause gefunden haben und sind weitere Beispiele dafür, dass es sich immer wider lohnt zu helfen und das jedes dieser Tiere eine Chance verdient hat!

Meine Familie und meine Freunde haben uns in dieser Zeit MEHR als unterstützt! Danke dafür, ich liebe Euch!!!!!!!!!!!!

Maya gebührt bei diesem " Happy- End" mein größter Dank!!!
Sie hat MONTESA die nötige Sicherheit gegeben und durch sie hat "MonTESSA" das Vertrauen in die Menschen und auch in andere Artgenossen wieder gefunden und ich kann mit keinen Worten dieser Welt beschreiben, wie viel Dankbarkeit und Gefühl uns diese spanische Windhündin entgegenbringt, jeden Tag und jede Stunde seit dem sie bei uns lebt!
Es wird sicherlich noch lange dauern, bis die letzten Narben auf ihrer kleinen Seele verheilt sind und sie all das Schreckliche vergessen wird, was sie in Spanien erleben musste.
Doch sie ist nicht nur ein Jagdhund sondern auch eine Kämpferin, sie beweist es uns immer wieder aufs Neue, dass man mit Geduld und der nötigen Ruhe die Angst so langsam nehmen kann.
MONTESA ist mittlerweile stubenrein, läuft Treppen, fährt gerne Auto, bleibt mit ihrem Rudel problemlos einige Stunden alleine und auch das Spazierengehen an der Leine macht ihr keine Angst mehr!
MONTESA ist Maya's Schatten und die beiden sind wirklich unzertrennlich, sie bilden eine Einheit!

Viele Menschen, die dieses "Traumpaar" kennen gelernt haben, sind von ihrem Wesen begeistert und die Beiden gehen als "Botschafter" nun raus in die Welt um auf diese schrecklichen Tatsachen aufmerksam zu machen, die den (Wind-)Hunden
Spaniens täglich widerfahren!

Allein durch eine noch so klein erscheinende Spende, kann man wirklich Leben RETTEN!
Menschen, die keine Zeit oder auch keinen Platz haben um einem Tier ein zu Hause zu geben, können Patenschaften für ein solches Tier übernehmen und tragen somit auch unermüdlich dazu bei, dass GEHOLFEN werden KANN!

Pflegestellen sind natürlich das Größte :-)) !!!

Und Menschen die sich dazu bereit erklären machen die wunderbarsten Erfahrungen, wenn der "Pflegehund" SEINE Menschen gefunden hat und in sein neues Zu Hause umzieht!

Viele Freundschaften entstehen dadurch und unsere Hoffnung ist es, dass es immer mehr und mehr Tierfreunde auf dieser Erde geben wird, damit kein Tier mehr, egal in welchem Land, sich vor den Menschen fürchten muss.


DAS ist mein Traum und bis dahin ist es noch ein sehr langer und steiniger Weg!

Ich danke ALLEN MENSCHEN in Spanien und in Deutschland, die MONTESA's "Happy-End" überhaupt möglich gemacht haben und ich hoffe dass diese "kleine Geschichte" dabei helfen kann, dass der steinige Weg nicht mehr so lange ist!


MONTESA möchte auch noch was sagen ;)

Lieber Carlos, liebe Conchi,
Eure unendliche Geduld hat sicherlich mein Leben gerettet und ich kann Euch gar nicht genug dafür danken!
IHR wart die ERSTEN lieben Mensch, die mir in meinem leidvollen Leben begegnet sind und habt mir -einem Galgo Espanõnl-, der in Spanien der geborene Verlierer ist, nicht nur einen Namen sondern auch ein neues Leben gegeben!
Auf dem "ALBA- Sommerfest " letztes Jahr im Sommer, haben WIR uns wieder gesehen und die Freudentränen in Euren Augen beschämten mich zutiefst. Ihr seit solch wunderbare Menschen!!!
Viele meiner Leidensgenossen warten noch dort in Spanien auf ihre Chance, auf ein neues Leben!
Hinter jedem dieser armen Tiere, verbirgt sich eine traurige Geschichte.
Unter www.adoptaunperro.org/ könnt ihr sie sehen und könnt ihnen helfen!

Liebe Anita,
Deine "Vorkontrolle" war der traumhafte "Startschuss" zur Zielgeraden, auf meiner spannenden Reise ins Glück!
Ich danke Dir, wie nur ein Windhund Dir Dank zeigen kann (Du weißt was ich meine ;) ) und durch Dein Wissen, Deine Erfahrungen und Dein unerschütterliches Vertrauen in mich, führe ich heute ein Leben, was schöner nicht sein kann!
DANKE DANKE DANKE !!!!

Und auf Deine neue Homepage verweise ich jeden, der behauptet, alles über Spanische Windhunde zu wissen ;)
Unter www.windhunde-sind-jagdhunde.de kann jeder Zwei- und auch Vierbeiner noch viel Neues erfahren, welch wunderbare Geschöpfe wir sind, unsere Geschichte, unsere Bestimmung und die Art wie wir unsere Seele "sichtbar" machen können!


Glückliche Grüße
Eure

Montesa