Flugpatenschaften ...

zu einem Leben "in Würde"" - (und was sie bedeuten ...)

Viele liebe Menschen haben heute dafür gesorgt, daß für ALIMA der 08.02.2006 ein ganz besonderer Tag wurde. Aufgrund der räumlichen Entfernung zwischen Flughafen und Pflegestelle, wurde eine "Transportkette" organisiert. Als Beispiel für "gutes Gelingen" von Flugpatenschaften, soll ALIMAS´Reise hier veröffentlicht werden.

ALIMA im Tierheim von ANAA (Madrid)


ALIMA´s Reise ...

Endlich "Flugtag":

Terminal 2, Ankunft D, Flug: IB 3500 Ankunft in FFM um 11:40 Uhr, so lauten die "Traumdaten", des heutigen Tages :-)
Pünktlich trafen wir uns in voller Vorfreude vor Ort. Wir hatten keine "Schmetterlinge" im Bauch - NEIN, es waren wohl schon eher "Hubschrauber" ;-)

ALIMA kam über ihre Flugpaten ENDLICH an:
Eine gestromte, zierliche, KLEINE, Traum-Galga! J))

Mein erster Gedanke, trotz Galgo-Erfahrung:
"Oh Gott, welch´ süßes Geschöpf!!
(ALIMA ist für eine GALGA wirklich besonders "zart"!)

Geduldig, abwartend und sehr vorsichtig erkundete ALIMA die "neue" Umgebung!

Durch den "Dschungel der Räumlichkeiten" im Flughafengelände haben wir uns ebenfalls souverän durchgeschlagen - natürlich MIT FLUGBOX!

Die Fahrt in das neue Zuhause war - trotz Regen und enormem Verkehraufkommen mit dieser kleinen Maus ok. Denn ALIMA schaute interessiert - aber immer noch sehr vorsichtig - aus ihrer Box heraus! Das UNWETTER war zudem auch noch grandios!

Nach ca. 20 km haben wir einen etwas ruhigeren Rastplatz angefahren um ALIMA endlich! "Pippi" machen zu lassen!
Das warme Mäntelchen, die erste kleine Stärkung, streichelnde Hände und eine liebe Stimme ließen sie "auftauen" und sie traute sich aus der Box und schaute nach Stunden das erste mal wieder in die Sonne:

"Der Himmel ist ja sooo riesig" - meinte sie uns sagen zu wollen !

Die Kälte mochte sie trotz Mäntelchen gar nicht und wir (Sandy und ich) haben uns dann umentschieden und nicht mehr auf ein Pippi zu warten, denn "der HIMMEL über GERMANY" schien ALIMA wohl noch "ZU GROSSS"

Also, wieder rein mit der Maus - in die BOX!

Im Auto legte sie sich ganz entspannt hin und schloß ihre traumhaft schönen Augen - und wir fuhren los Richtung "Treffpunkt 2 Etappe - Birgit".

Und NUN ging für Birgit die Sonne auf, denn ihre Augen strahlten, da sie die kleine Maus zum ersten Mal sah!

Birgit ist eine sehr sympathische, ruhige und einfühlsame Frau und bereichert jede "TIERSCHUTZARBEIT".

Wir haben Alima's Box auf den Boden gestellt, sie Box geöffnet und abgewartet, bis Alima bereit war, EIGENSTÄNDIG aus der Box zu kommen. Neugierig wie sie war, tat sie dass DANN auch. ALIMA spürte: "Jetzt wird alles Gut""

Nun musste ALIMA noch eine weitere Etappe hinter sich bringen!
Sie wurde "umgeladen":
Keine Sorge: Birgit's Kofferraum ist der Traum einer jeden Galgo- Nase mit "Kuschelfaktor hoch 10"!! (weich, warm und gemütlich!!!)
Wir haben ALIMA hineingehoben und sie hat sich ENDLICH !!! sichtlich entspannen können. In Decken gekuschelt, neugierig aus dem Auto schauend, als würde sie aufgeschlossen IHRE NEUE WELT erkunden!

Nach einer lieben Verabschiedung ist Birgit mit ALIMA vom Treffpunkt abgefahren und hat für mich, tatsächlich, die "Sonne" mitgenommen. Denn kurze Zeit später regnete es wieder in Strömen !!!!!


Und nun begann die 2. Etappe (durch Birgit):

Auf einem nahe der Autobahn gelegenen Parkplatz im Industriegebiet in Mitteldeutschland habe ich auf die Ankunft der beiden Tierschützerinnen Andrea und Sandy gewartet. Ich konnte es gar nicht abwarten und war schon lange vor der vereinbarten Zeit am Treffpunkt...

Dann kam er "Der Transport" !
Freundliche Begrüssung - ich hatte die beiden Fahrerinnen zwar vorher noch nie gesehen, aber dank reger telefonischer Kontaktaufnahme im Vorfeld der Organisation, hatten wir sofort ein nettes Verhältnis zueinander.

Aus dem Opel-Combo kam eine riesige Transportbox zum Vorschein - mit einer kleiner Portion Galgo im hintersten Eck. Das war also ALIMA - schüchtern, aber nicht ängstlich.

Nach kurzem Probe-Einlade-Versuch war klar: große Box mit Hund passt NICHT in den kleinen Corsa. Mist!
Nach Rücksprache mit Anita konnten wir ALIMA im bereits warm und weich ausgelegten Kofferraum mit umgeklappter Rücksitzbank und Schutzgitter (polizeilich korrekt) transportieren.

Schon nach kurzer Zeit war ALIMA an allem interessiert - besonders an Sandy´s Leckerchen! Gaaaanz langsam kam ALIMA dann eigenständig aus der Box.

Nachdem sie ihre Beine auseinandergefaltet hatte, konnten wir sie in kompletter Schönheit bewundern, das ausgeliehene Mäntelchen ein bisschen gross, aber sonst ein wirklich prachtvolles Tier. Wunderschön gezeichnet !!!

Aufgrund der eisigen Kälte ging es dann schnell in den Corsa ....
Und ... Klappe zu!!!!

ALIMA suchte sich einen Platz hinter dem Fahrersitz, schön eingekuschelt und blieb dort für den Rest der Fahrt ruhig und entspannt liegen. Wir erledigten die Formalitäten und dann begann mein Part.

Kurz vor der Autobahn habe ich die Pflegestelle (Familie Hasse) angerufen, die schon in freudiger Aufregung auf uns wartete... aber auf eine längere Anfahrt vertröstet werden musste. Denn mittlerweile fing ein Unwetter an - Regen, Schnee, Sturm. Zum Glück nicht die ganze Strecke ! Im Dunklen am Zielort - nach 180 km Fahrt - dank guter Wegbeschreibung von ALIMA´s Pflegepapa sofort problemlos gefunden.
Parkplatz direkt vor der Haustür!!! und dann kamen auch schon die beiden Pflegeeltern.

Aber ALIMA wollte nicht aus dem Auto aussteigen - trotz Leckerchen und lockender RANI (der bereits vorhandenen Galga und für ALIMA die ersten Langnase vor Ort), bewegte sie sich nur sehr zögerlich, wurde schliesslich vorsichtig aus dem Auto gehoben und von Hr. Hasse über die Strasse getragen. Im Hausflur dann die weitere Kontaktaufnahme mit langsamen, zögerlichen Bewegungen, aber immer freundlich-interessiert.

Sie folgte uns dann in´s nächste Stockwerk und beschnupperte erstmal alles.

RANI (eine wahrhafte "Galgo-Prinzessin") machte ALIMA klar, dass sie in "ihrer" Küche = Fressnapf momentan noch nicht gern gesehen ist. Das wurde auch anstandslos respektiert.

ALIMA hat nun ein schönes Zuhause mit grossem Garten und lieben Pflegeeltern gefunden - da kann es einem Hund doch nur gut gehen !!!

Mit einem seeeehr guten Gefühl habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht.

Viel Glück, liebe ALIMA!

von
Birgit, Andrea und Sandy (und Anita)


DANKE an ALLE die ihre Hilfe angeboten haben!

Ihr habt EINSATZBEREITSCHAFT gezeigt - TIERSCHUTZ mit "Herz und Verstand"!!!

Anita Volk
Windhunde sind Jagdhunde ...