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Das
Schicksal von SERAPHIN ...

SERAPHIN geboren
April 2008, gestorben Mai 2010 
Und meine Seele spannte - weit ihre Flügel aus, flog
durch die stillen Lande - als flöge sie nach Haus
Joseph
von Eichendorff
Puerto
Real: Galgo-Rüde, schwarz, ängstlich, REF.-Nr. 11 D DAUERINSASSE:
1 Jahr und 10 Monate = ca. 660 Tage 660 Tage je 5,-- Euro Pensionskosten Dadurch
ein wahrlich "WERTVOLLES"
Geschöpf ????????????? "11
D" bekam nun einen Namen: CALMARO ...
 ...
und damit auch ein GESICHT! 
...
aus CALMARO wurde "SERAPHIN"...... (Dank einer kompetenten und liebevollen
Pflegefamilie blühte SERAPHIN auf und genoss das Leben!) 
Der
Tag der Vermittlung nahte... Doch ALLE Informationen zu einem wundervollen
Windhund, wurden in den "WIND" geschrieben. SERAPHIN
ist am 13. Mai um 00:30 Uhr im neuen Zuhause angekommen und entlief bereits
wenige Stunden später - wegen Unachtsamkeit, Ignoranz und maßloser
Selbstüberschätzung!!! SOFORTIGE
Hilfe wäre möglich gewesen, hätten wir von SERAPHINs Entlaufen
KENNTNIS gehabt! DAS WAR NICHT DER FALL!!! So
konnte seine ehemalige Pflegefamilie erst einen Tag später mit der Suche
beginnen und WICHTIGE Zeit ging verloren. SERAPHIN hielt sich nicht weit von seinem
neuen Zuhause auf (es gab zu Lebzeiten 2 Sichtungen). Hätten
wir die Pensionskosten von über 3.000,-- € als Vermittlungsgebühr
erwartet, hätte man SERAPHIN behandelt wie ein rohes Ei und sicher dafür
Sorge getragen, dass ihm "nichts passiert" (denn er wäre "wertvoller"
gewesen)? Man hätte sich evtl. an unsere Vorgaben gehalten und auf Besuche,
Gassi-Gänge und Putzaktionen in den ersten Tagen verzichtet.
JEDER
UMZUG bedeutet für einen Hund enormen Stress. ZEIT um sein neues Zuhause
kennenzulernen, endlich Vertrauen fassen zu
dürfen! - das war alles, was SERAPHIN die ersten Tage gebraucht hätte
... ... aber Menschen setzen sich ja überall und zu jeder Zeit über
die Empfindungen eines Hundes, sowie die Verantwortlichkeit der betreuuenden Organisation,
hinweg. 
SERAPHIN
war tätowiert. Wir können davon ausgehen, dass tätowierte, spanische
Windhunde in der Obhut eines guten Menschen waren. Wie SERAPHIN in die Tötungsstation
gelangte, ist nicht bekannt. Aber sicher ist, dass SERAPHINs Erinnerung an diese
gute (!) Zeit dazu beigetragen hat, trotz Ängstlichkeit schnell Vertrauen
zu fassen. Ein
Vertrauen, welches mißbraucht und mit seinem Tod quittiert wurde.
Menschen,
die nun im WWW die Traurigkeit der Adoptivamilie bekunden, sei gesagt: Die Beziehung
zwischen Hund und Mensch baut sich in 6-8 Stunden GANZ SICHER NICHT auf. Die
Zuneigung eines Windhundes muss man erarbeiten, man kann sie nicht "kaufen"! SERAPHIN
wurde überfahren aufgefunden. DAS - was von ihm übrig blieb - läßt
"vermuten", dass er nicht leiden musste... "PIC_DUM" Die
Bilder der Unfallstelle haben sich in den Köpfen der Pflegefamilie eingebrannt.
Ausschliesslich diesen beiden Menschen gehört unsere ganze Empfindung von
Trauer und Hilflosigkeit. Denn ausschliesslich SIE haben SERAPHIN gekannt, seine
Schönheit bewundert und ihn wegen seines sanften Wesen geliebt. Die
Ignoranz all derer, die sich "Hundekenner" nennen, lässt uns tagtäglich
kotzen. Wir können es nicht mehr verantworten, diese wundervollen Hunde
der "selbsternannten Krone der Schöpfung" anzuvertrauen, denn nur
die wenigsten Menschen sind eines Windhundes würdig!
Wir
stellen unsere Beratungs- und Vermittlungstätigkeit mit der Vermittlung der
letzten WSJ-Windhunde daher ein. Denn die glücklichen Momente wiegen den
Kummer schon lange (!) nicht mehr auf ... Eine
Information über die weitere Arbeit von WSJ geht in wenigen Tagen an alle
Adoptivfamilien, Mitglieder und Freunde. Anita
Volk und Barbara Zilligen |