Es ist soweit, eine Familie möchte Ihren Pflegehund kennen lernen:

Der Schnuppertermin naht !

Eine Familie möchte Ihre Pflegenase adoptieren. WSJ hat im Vorfeld alles geregelt, wir haben mit Ihnen die Einzelheiten besprochen, Sie haben ausführlich mit der Interessentenfamilie telefoniert, ein Termin wurde festgelegt. Sie sind nervös. Ihr Pflegehund spürt das...

Am besten lehnen Sie sich ganz entspannt zurück, denn nicht SIE, sondern ihr Pflegehund wird entscheiden, ob er diese Familie "riechen" kann oder nicht.

Sollte sich ihre Pflegenase allerdings in der kleinsten Ecke verstecken. Getreu dem Motto: "Wenn ich euch nicht sehe, seht IHR mich auch nicht..." - dann ist alles entschieden: Eine Vermittlung kommt nicht zustande. Sie können aufhören, diesen Beitrag weiterzulesen...

Sollte jedoch eine neugierige Kontaktaufnahme stattfinden und ihr Pflegehund sich plötzlich "ganz anders" verhalten, Sie TOTAL links liegen lassen (Unverschämtheit! - kamen Sie sich gerade noch wie ein Verbrecher vor, den Hund abgeben zu wollen) dann ist es an der Zeit genauer hinzusehen.

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Ein "Schnuppertermin" benötigt ZEIT und sollte in Ruhe stattfinden.

An erster Stelle steht, den Interessentenfamilien die Möglichkeit zu geben, den Hund kennen zu lernen (mit ihm Kontakt aufzunehmen). Es geht also NICHT darum zu erklären, wie gut SIE Ihren Pflegehund kennen, und wie toll SIE ihn finden.. auch nicht darum, wie toll er sich mit Ihren eigenen Hunden versteht, und wie sehr er an IHNEN hängt - ihnen auf Schritt und tritt folgt.
Es geht darum herauszufinden, ob Interessenten und Pflegehund zusammen passen. Das ist nur möglich, wenn SIE als Pflegefamilie sich auf die Ebene eines "Zuschauers" begeben, die Interessentenfamilie dennoch alle Fragen kompetent beantwortet bekommt und die Möglichkeit hat, von sich selbst zu erzählen und ihren eigenen Vorstellungen vom Zusammenleben mit "Ihrem" Hund!

Beim gemeinsamen Gassi gehen, sollte die Interessentenfamilie den Hund führen und sie als stiller Beobachter mitgehen. Nur so können Sie beurteilen, ob der Umgang mit Ihrem Pflegehund sachgemäß und liebevoll ist.

Scheuen Sie sich nicht während des "Schnuppertermins" um Hilfe zu bitten und rufen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind.

Bedenken Sie bitte, dass die Menschen, die Ihren Pflegehund "beschnuppern" kommen, teilweise einen weiten Weg zurück gelegt und Stunden auf der Autobahn verbracht haben. In einer gastfreundlichen Pflegefamilie fühlt man sich immer wohl und bei einer Tasse Kaffe, ein paar Keksen und evtl. einem Glas Mineralwasser spricht es sich lockerer - als durstig und mit voller Blase!

Für die Interessentenfamilien ist ein "Schnuppertermin" oft wie eine "Prüfungssituation". Es ist abhängig von deren Verhalten, ob sie den Hund "bekommen oder nicht". Daher ist eine lockere und entspannte Atmosphäre für ein Vermittlungsgespräch sehr wichtig. Dabei ist es unerheblich, ob SIE diese Menschen mögen, oder ob diese Ihnen sympathisch sind. Wichtig ist ausschliesslich, wie sich Ihr Pflegehund diesen Menschen gegenüber verhält.

Vertrauen sie ihm!

Denn Menschen kann man täuschen (sowohl auf positive wie auch negative Weise),
aber Hunde nicht!

 

Anita Volk
Windhunde sind Jagdhunde ...